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Berlin, 07.09.2010 |
Bürgerrechtlerin Rosa Parks gestorben
Die schwarze US-Bürgerrechtlerin Rosa Parks ist am Montag im Alter von 92 Jahren in Detroit gestorben. Das berichtete der Nachrichtensender CNN unter Berufung auf Freunde der einstigen Mitkämpferin von Martin Luther King.
Parks hatte sich im Dezember 1955 in Montgomery (Alabama) geweigert, sich in einem öffentlichen Bus sich auf eine der hinteren Bänke zu sitzen. Damit verstiess die schwarze Näherin gegen die damals geltende Rassentrennung. Die damals 42-Jährige wurde verhaftet und wegen Störung der öffentlichen Ordnung festgenommen und zu 14 Dollar Strafe verurteilt.
"Ich hatte keine Ahnung, dass sich so viel daraus entwickeln würde", sagte Parks später einmal. "Mir taten die Füße weh und ich weiß nicht, warum ich mich geweigert habe aufzustehen. Aber der eigentliche Grund war, dass ich spürte, dass ich ein Recht hatte, wie jeder andere Fahrgast behandelt zu werden."
Der Vorfall löste eine Boykottkampagne gegen die örtliche Busgesellschaft aus, der sich rund 50 000 Schwarze in Montgomery anschlossen. An die Spitze der Bewegung setzte sich ein damals noch fast unbekannter Baptistenprediger: Martin Luther King.
Die Bewegung war erfolgreich: 1956 erklärte das oberste US-Gericht die Rassentrennung in öffentlichen Verkehrsmitteln für verfassungswidrig.
Parks brachte die Protestbewegung zunächst nur wenig Glück: Sie und ihr Mann verloren ihre Arbeitsstellen, nach mehreren Morddrohungen zog das Paar 1957 nach Detroit in Michigan. Dort war die ehemalige Näherin weiter in der Bürgerrechtsbewegung aktiv.
Von 1965 an arbeitete sie dort für den demokratischen Abgeordneten John Conyers. Dieser würdigte sie in einem CNN-Interview als "die Mutter der Bürgerrechtsbewegung" und als "Apostel der Gewaltfreiheit". Danach engagierte sie sich im Rosa-und-Raymond-Parks-Institut für Selbstbestimmung, das 1987 gegründet wurde.
Präsident Bill Clinton ehrte Parks 1996 mit der Freiheitsmedaille, der höchsten zivilen Auszeichnung der USA. 1999 wurde sie vom "Time"-Magazin als einer der 100 bedeutendsten Menschen des 20. Jahrhunderts gewählt.
Literatur von und über Rosa Parks ist i.w. nur in englischer Sprache erschienen. So auch eine Autobiographie, die wir von Afrika-Start.de empfehlen möchten: My Story aus dem Jahr 1992.
Artikel vom 25.10.2005 (SEC)
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