Kultur » Artikel Berlin, 08.02.2012   


DRUM - Die Lebensgeschichte des südafrikanischen Journalisten Henry Nxumalo

Der Film Drum schildert das gefährliche Spiel des südafrikanischen Journalisten Henry Nxumalo und seines Fotografen Jürgen Schadeberg, die um "die Story“ zu bringen, in gewagte Rollen schlüpfen und dabei ihr Leben riskieren.

Der schwarze Journalist Henry Nxumalo steckt in Zeiten der Apartheid seine journalistische Spürnase in Dinge, wie z.B. die Arbeitsbedingungen auf einer von Weißen geführten Farm oder die Innenansicht einer Haftanstalt, indem er sich selbst als Arbeiter einschmuggelt oder seine Verhaftung provoziert. Anschließend berichtet er darüber breitenwirksam im Magazin Drum. Das muss das Regime empfindlich treffen.

Der Debütfilm von Zola Maseko, der selbst zwischen 1987 und 1989 Mitglied im bewaffneten Flügel des ANC (African National Congress) war, liefert mit Drum endlich eine Aufarbeitung des Apartheid-Themas durch das südafrikanische Kino selbst. Seine Biographie erlaubt ihm dabei einen sehr persönlichen Zugang zum Thema Apartheid.

In dem Film spielen keine weißen Gutmenschen oder unterjochte schwarze Opfer die Hauptrollen. Die Protagonisten sind "taffe“ schwarze Südafrikaner, wie eben der Journalist Henry Nxumalo, der sich als Enthüllungsjournalist einen Namen machte und dabei viele Feinde schuf, was letztlich zu seiner Ermordung 1955 führte. Die Umstände seines Todes konnten nie geklärt werden.

Inhalt von "Drum"

Das Südafrika in der Mitte der 50er Jahre ist strikt nach Rassen getrennt. Die schwarzen Einheimischen haben keinerlei Rechte mehr und werden in separate Wohngebiete, in die so genannten Homelands abgeschoben. Der schwarze Journalist Henry Nxumalo (Taye Diggs) arbeitet für das Boulevardblatt „Drum“, dessen Artikel wenig Tiefgang aufweisen, um den grausamen Alltag etwas vergessen zu machen.

Mit dem Fotografen der Zeitung, dem deutschen Jürgen Schadeberg (Gabriel Mann), berichtet Henry für seinen Chef, den Briten Jim (Jason Flemyng), über Boxkämpfe und andere Themen der Yellow Press. Henry Nxumalos Frau Florence (Moshidi Motshegwa) verdeutlicht ihm, dass er mit seinen Artikeln in der Lage ist, die Öffentlichkeit aufzurütteln und somit etwas an den schrecklichen Lebensumständen der Einheimischen zu verändern.

Mit Jürgen Schadebergs Hilfe recherchiert Henry unter Einsatz seines Lebens auf einer Farm, auf der Schwarze von den Buren versklavt und misshandelt werden. Die Story hat die Wirkung einer Bombe. „Drum“ entwickelt sich jetzt zu einem brisanten Politmagazin, das sich mit seiner Berichterstattung viele Feinde in hohen Regierungskreisen schafft.

Henry Nxumalo recherchiert eine politische Verschwörung, wodurch er und seine Kollegen in die Schusslinie der Mächtigen geraten. Henry Nxumalo hat die Wahl. Entweder er schweigt und beginnt wieder, seichte Artikel zu schreiben, oder aber setzt das Leben von sich und das seiner Familie aufs Spiel und macht weiter.

Artikel vom 01.12.2005 (SEC)


weiterführende Links:

« zurück
Unbenanntes Dokument Länderinfo
Republik Südafrika



Hauptstadt: Pretoria
Unabängigkeit: seit 31.05.1910
Klima: subtropisch bis mediterran
Amtssprache: Afrikaans, Englisch, etc.
Größe: 1.219.912 km²
Einwohnerzahl: ca. 47.000.000
Währung: Rand (100 Cent)
Telefonvorwahl: +27
KFZ-Kennzeichen: ZA
Internet-TLD: .za
 
 
Presse

Zeit: Rohstoffpreise - Die heimlichen Herrscher (Westafrika) +++ Zeit: Senegalesen haben Tricksereien ihres Präsidenten satt +++ NZZ: Witze über Bärte verboten - Haft für ägyptischen Komiker wegen Beleidigung der Religion +++ taz: Flüchtlinge aus Afrika - Tod auf hoher See (Kommentar) +++ taz: Neue Proteste in Dakar- Opposition auf der Straße +++

mehr...
 
 







 
 
Termine

09.02.2012 in Berlin
Worte des Lebens (Guinea)

11.02.2012 in München
Toiletten für Schulen und öffentliche Einrichtungen in Entwicklungsländern: Wie mache ich alles richtig?

17.02.2012 in Berlin
Afrika Kulturtag Moabit

mehr...
   
   © 2005-2008 Afrika-Bildung.de Partner  |  Kontakt  |  Impressum