Vermischtes » Artikel Berlin, 08.02.2012   


Gri, Gri - Zauber der Wüste - ein Buch von Peter Willers

Peter Willers entdeckt in seinem Buch den afrikanischen, für Euröpäer immer noch fremden und deshalb fazinierenden und geheimnisvollen Kontinent mit seinen Menschen und Eigenarten neu. Es ist in der Tat nicht der weit verbreite Blick etwa eines Pauschaltouristen in Kenia oder der eines Rucksackreisenden mit gebuchtem Trommelkurs in Westafrika. Jedoch ist es ein interessanter Einblick, der nicht unkritisch konsumiert werden kann: eine Lese-Erfahrung, die die Gemüter positiv wie negativ bewegen wird.

Die Marabouts im Tschad sind bekannt für ihre sicheren Gri - Gri. Ein solches Amulett schützt seinen Besitzer selbst im Krieg vor Tod und Gefahr. Das ist eine der interessanten Entdeckungen, die Peter Willers in der südlichen Sahara macht.

In dem im Neumann-Neudamm erschienen Buch erstreckt sich Peter Willers´ Blickwinkel über seine Erfahrungen als Offizier, als Minenräumer und als Jäger auf Afrika und seine Menschen.

Seine Liebe zum schwarzen Kontinent und seine Jagdpassion führen ihn darüber hinaus in weitere afrikanische Länder. Mit Blick für die Natur, aber vor allem mit seinem Herz für Menschen hat er Afrika für sich erschlossen und lässt im vorliegenden Buch die Leser an seinen oft ungewöhnlichen Erlebnissen teilnehmen.

Unter anderem wurde er mit den Verdienstorden der Republiken Dschibuti und Tschad ausgezeichnet. Auch in Nordafrika, Tunesien erlebt der Autor so manche erzählenswerte Besonderheit.

In vielen Jahren Afrika, meist in noch kaum erschlossenen Ländern, machte der Autor ungewöhnliche Erfahrungen, die er hier mit der dem Jäger eigenen Beobachtungsgabe, viel Humor und Einfühlungsvermögen niedergeschrieben hat.

Nicht nur seine Arbeit beschreibt der Autor, sondern er lässt den Leser auch die politischen Verhältnisse verstehen, schildert unter anderem seine Erfahrungen mit der Justiz, den Franzosen, afrikanischen Frauen und den dort tätigen deutschen Diplomaten.

Es ist ein sehr persönliches Buch. Der Autor will nicht als Wissensvermittler im klassichen Sinne, Theorien oder ethnologische Thesen aufstellen. Er will einfach seine Erlebnisse erzählen.

Dabei versteht es sich von selbst, dass diese Ereignisse von anderen Menschen in der gleichen Situation möglicherweise völlig anders bewertet werden können. Will man als Leser das erste, legt man Peter Willers Buch besser zur Seite. Will man einfach über das Leben und Arbeiten eines Europäers in Afrika mehr erfahren, so ist das Buch eine Fundgrube neuer Betrachtungsweisen.

Artikel vom 18.06.2006 (SEC)


weiterführende Links:

« zurück
Presse

Zeit: Rohstoffpreise - Die heimlichen Herrscher (Westafrika) +++ Zeit: Senegalesen haben Tricksereien ihres Präsidenten satt +++ NZZ: Witze über Bärte verboten - Haft für ägyptischen Komiker wegen Beleidigung der Religion +++ taz: Flüchtlinge aus Afrika - Tod auf hoher See (Kommentar) +++ taz: Neue Proteste in Dakar- Opposition auf der Straße +++

mehr...
 
 







 
 
Termine

09.02.2012 in Berlin
Worte des Lebens (Guinea)

11.02.2012 in München
Toiletten für Schulen und öffentliche Einrichtungen in Entwicklungsländern: Wie mache ich alles richtig?

17.02.2012 in Berlin
Afrika Kulturtag Moabit

mehr...
   
   © 2005-2008 Afrika-Bildung.de Partner  |  Kontakt  |  Impressum