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Grundsteinlegung des Denkmals für die Opfer der Kolonisierung
In dieser Woche ereignet sich in Berlin für die Panafrikanische Diaspora eine zentrale Veranstaltung. Der bereits seit Jahrzehnten bestehende, wesentlich durch Herrn Professor Kapet de Bana auf dem internationalen Parkett repräsentierte Weltrat der Afrikanischen Diaspora installierte ein Organisationskomitee in Deutschland. Zum Beauftragten wurde Herr Moctar Kamara benannt, der sich bereits durch seine Arbeit im Afrikarat Berlin/ Brandenburg ausgezeichnet hat. Nunmehr gewinnt sein Engagement internationale Beachtung, was einen großen Gewinn für die Afrikanische Diaspora in Deutschland darstellt. Dies zeigt bereits die erste Aktion des Organisationskomitees des Weltrates, nämlich die Grundsteinlegung für ein Denkmal für die Opfer der Kolonisierung.
Unter der Ägide des weltweiten Rates der panafrikanischen Diaspora, Conseil mondial de la Diapora Panafricaine (C.M.D.P) hat in Berlin eine panafrikanische Konferenz unter dem Thema „Das Recht auf Erinnerung und die Pflicht zur Erinnerung“ stattgefunden ".
Nach der offiziellen Amtseinführung der Deutschen Vertretung des Panafrikanischen Weltrates in Form des genannten Organisationskomitees haben Professor Kapet de Bana und die Mitglieder des Komitees den historischen Ort besucht. Der einstige Standort der Reichskanzlei ist an der Wilhelmstrasse in Berlin, unweit des neuen Regierungsviertel gelegen. Dort wurde im Zuge der Berliner Konferenz von 1885, Afrika wie ein Stück Kuchen von den Kolonialmächten aufgeteilt. Der senegalesischen Staatspräsident Abdoulaye Wade besuchte während seines Regierungsbesuches im September diesen Jahres ebenfalls diesen Ort des Gedenkens (Afrika Start berichtete), wo derzeit lediglich eine Tafel mit der nüchternen Darstellung der historischen Fakten an das für die afrikanischen Völker so folgenschwere Ereignis erinnert (siehe Foto). Grundsteinlegung An diesem historischen Ort legten Professor Kapet de Bana und die Mitglieder des Komitees den ersten Stein für das „Denkmal für die Wiedergutmachung, den Frieden, und die universelle Versöhnung mit Afrika“ nieder. Prof. Kapet de Bana erklärte, das Berlin als Ort für ein solches Denkmal gewählt wurde, weil diese Konferenz, in die ja alle Staaten des damaligen Europas involviert waren, in Berlin stattfand. Professor Kapet de Bana führte weiter aus : „ Das Denkmal von Berlin symbolisiert die Zurückeroberung der Würde Afrikas und der schwarzen Völker und die Wiedereingliederung Afrikas, das die Wiege der Menschheit ist, in die allgemeinen Geschichte der Menschheit, die gefälscht worden ist, um das koloniale Unternehmen und die Taten der Anhänger der Sklaverei zu rechtfertigen.“ Durch die Errichtung eines solchen Denkmals werde es gelingen, ein Signal der Versöhnung an die schwarzen Völker Afrikas zu senden. Denn damit erfolge die lange erhoffte und die für das universelle Gewissen im friedlichen und respektvollen Umgang der Völker so wichtige Anerkennung der Kolonisierung, der Sklaverei und Sklavenhandels der schwarzen Bevölkerung als Verbrechen gegen die Menschheit. Damit wird die Einrichtung dieses Denkmals ein Beitrag zur Aufarbeitung der deutschen, aber auch der europäischen Kolonialgeschichte und die Wiederherstellung der Würde Afrikas sein. Ein Projekt, das große Beachtung finden sollte. Kontakt : Moctar Kamara, Koordinator des Berliner Empfangs- und Organisationskomitee Tel.: 0172- 1797958 Email : moctar_kamara@web.de Artikel vom 10.11.2006 (SEC)
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