Kultur » Artikel Berlin, 08.02.2012   


Women with a Voice - Ultimatives Musikerlebnis

“Dass schwarze Sängerinnen über die rassistische und sexuelle Diskriminierung triumphierten und ihre Kunst Millionen von Landsleuten Trost spendete und sie inspirierte, ist ein weiterer deutlicher Beleg für das alte Sprichwort: Wer sich mit den Frauen anlegt, beißt auf Granit.” Diese Worte von Nelson Mandela beschreiben anschaulich die zentrale Rolle von Künstlerinnen für die politische und gesellschaftliche Entwicklung in Südafrika.

Die vorliegende Sammlung von dreizehn großartigen südafrikanischen Sängerinnen ist allein deshalb von besonderer Qualität, weil alle Protagonistinnen Biografien haben, die in unmittelbarem Bezug zu politischen Ereignissen stehen, denn auch nach dem Ende der Apartheid gibt es in Südafrika vielschichtige Probleme, die die Künstlerinnen bewegen.

Immenses Potential an musikalischen Talenten

Dass Südafrika ein immenses Potential an herausragenden musikalischen Talenten bietet, ist spätestens seit dem legendären Graceland-Projekt von Paul Simon mit Gästen wie Ladysmith Black Mambazo, Ray Phiri oder Hugh Masekela allgemein bekannt. Die Kompilation „Women With A Voice“ zeigt erstmals das weite Spektrum an Stilen und Generationen auf: von Mbaqanga bis Jazz, von Maskanda bis zu modernem Afro-Pop, von viel versprechenden Newcomern bis zu den legendären Divas. Das Album ist ein Tribut an die südafrikanische Musikszene in ihrer kreativen Vielschichtigkeit. Zusammengestellt wurde „Women with a Voice“ von Sabine Froese und Wolfgang König von der Agentur SouthPool, die Endauswahl der Songs erfolgte in Kooperation mit SKIP Records.

Jazz/Pop-Diva Simphiwe Dana und Thandiswa

Eröffnet wird das Album mit zwei der angesagtesten jungen Sängerinnen: der mittlerweile auch in Europa hoch gehandelten Jazz/Pop-Diva Simphiwe Dana und Thandiswa, die sich als Sängerin der Kwaito-Band Bongo Maffin einen Namen machte und deren Solo-CD u. a. von Bluey Maunick, Chef der Londoner Band Incognito, produziert wurde. Beide Künstlerinnen stellen unter Beweis wie up to date der Produktionsstandort Südafrika mittlerweile ist.

Bedeutendste Zulu-Sängerin

Busi Mhlongo gilt als bedeutendste Zulu-Sängerin aller Zeiten und wurde in den 1970ern in Europa als Loadvokalistin von Osibisa, der ersten international erfolgreichen afrikanischen Band überhaupt, bekannt. Ihr Song ist ein Appell an Afrika, das massenhafte Töten untereinander endlich zu beenden. Nana aus Swaziland mit ihrer von R&B, Rock und Funk aber auch von der Tradition beeinflussten Musik ist ein gutes Beispiel dafür, wie sehr nach dem Ende der Apartheid Einwanderer aus anderen Teilen des Kontinents die Musikszene Südafrikas

Doppeltes Jazz-Vergnügen

Gloria Bosman, ist eine der populärsten Jazz-Sängerinnen des Landes, ebenso wie Judith Sephuma, deren Song „Iya Iyo“ sich damit beschäftigt, wie wichtig eine solide Ausbildung für die Zukunft Südafrikas ist.

Classic und Politische Songs

Sibongile Khumalo, ursprünglich aus Soweto, ist in der klassischen Musik genauso zuhause wie im Jazz, und unvergessen ist ihr Auftritt bei der Einführung von Nelson Mandela in sein Präsidentenamt. Thandi Klaasen andererseits ist allein deswegen eine Legende, weil sie 1952 mit den Quad Sisters die erste weibliche Vokalgruppe Südafrikas gründete, die Plattenaufnahmen machte. In dem Lied „Sophiatown“, das von der Zerstörung ihres heimatlichen Stadtteils durch das Apartheid-Regime und die Umsiedlung nach Soweto handelt, wird sie von der Trompeter-Legende Hugh Masekela begleitet.

Letta Mbulu, u. a. die Stimme von Quincy Jones’ „Die Farbe Lila“ und Michael Jacksons „Liberian Girl“, lebte lange im Exil in Kalifornien, bevor sie 1991 eine triumphale Heimkehr feierte. Ihr Song „Not Yet Uhuru“ erinnert daran, dass die Überwindung des Apartheid-Erbes lange Zeit dauern wird. Die Mahotella Queens, seit den 1960ern Institutionen der südafrikanischen Musikszene, deren Hüftschwung allein schon jedes Konzert zu einem Erlebnis macht, tragen zur Compilation mit „Ntyilo Ntyilo“ einen der beliebtesten südafrikanischen Songs überhaupt bei.

Sensible Songwriterin und furioses Finale mit Mama Africa

Suthukazi Arosi genießt in ihrer Heimat nicht nur den Status einer sensiblen Songwriterin, sondern auch viel Anerkennung als Schauspielerin, ebenso wie Tu Nokwe, die eine Hauptrolle in dem TV-Blockbuster „Shaka Zulu“ spielte, bevor ihre Karriere als Sängerin Fahrt aufnahm.

Das große Finale der CD gebührt natürlich niemand anderem als „Mama Africa“, der großen Miriam Makeba, die hier mit einer selten zu hörenden Aufnahme aus dem Musical „King Kong“ von 1959 brilliert.

Afrika-Start.de hält die CD für eine besonders gelungen Zusammenstellung hervorragender Songs, die auch zum Weihnachtsfest eine gute Geschenkidee ist, die viel Freude bringen wird.

Vertrieb
South Africa presents: WOMEN WITH A VOICE
VÖ Deutschland: 17.11.06, VÖ Europa: 2.1.07
Katalognummer: SKP 9066, Vertrieb: Soulfood

Pressekontakt:
SouthPool • Weserstr. 29 • 10247 Berlin • Tel.: 030-29.77.10.13 • sabine.f@south-pool.com

SKIP Records • Henriettenweg 1 • 20259 Hamburg •
Tel: 040/401 97- 390 • bachmann@skiprecords.com

Artikel vom 15.12.2006 (SEC/PM)

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