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"weltwärts" mit 580 Euro von der Regierung
Wer eine zeitlang in einem Hilfsprojekt im Ausland mitarbeiten will, bekommt künftig Unterstützung von der Bundesregierung durch den entwicklungspolitischen Freiwilligendienst „weltwärts“.
Ob Armut, Umweltzerstörung oder Krieg - in einer globalisierten Welt wird immer deutlicher: Kein Land kann seine Probleme alleine lösen. Entwicklung ist eine Herausforderung nicht nur für die so genannten Entwicklungsländer. Auf allen Kontinenten und in allen Kulturkreisen bestehen Defizite und zugleich Potentiale für eine soziale und ökologisch nachhaltige Entwicklung. Ziele von "weltwärts" Von allen Menschen ist daher ein stärkeres Bewusstsein für globale Zusammenhänge sowie verantwortliches Handeln gefragt. "weltwärts" versteht sich als Lerndienst, der jungen Menschen die Erfahrung des direkten interkulturellen Austauschs in den Entwicklungsländern ermöglicht. Er soll globale Abhängigkeiten und Wechselwirkungen bewusst und durch die Arbeit mit den Projektpartnern als gestaltbarer Prozess begreifbar machen. Er soll das Engagement für die Eine Welt nachhaltig fördern und den Partnerprojekten im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugute kommen. Nicht zuletzt soll "weltwärts" gegenseitige Verständigung, Achtung und Toleranz fördern. Denn gemeinsames Arbeiten und Lernen überwindet Rassismus und Ausgrenzung - in unserer Gesellschaft und weltweit. Wer kann mitmachen? Mit "weltwärts" können junge Menschen im Alter von 18 bis 28 Jahren mit einer finanziellen Unterstützung für 6 bis 24 Monate einen Freiwilligendienst in Entwicklungsländern leisten. Sie werden durch die Entsendeorganisationen auf ihren Freiwilligendienst intensiv vorbereitet und über die gesamte Zeit von "weltwärts" begleitet. Die Arbeitsfelder der Freiwilligen bei "weltwärts" erstrecken sich über alle Themen der aktuellen Entwicklungszusammenarbeit. Organisationen bei "weltwärts" "weltwärts" wird durch das Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ) finanziert und von einer Vielzahl von zivilgesellschaftlichen Entsendeorganisation im partnerschaftlichen Dialog mit den Projektpartnern durchgeführt. Fördergelder Neu an "weltwärts" ist, dass nicht mehr wie bisher bei anderen Freiwilligendiensten eine Kostenbeteiligung für die Freiwilligen abverlangt wird. Das ist in der Vergangenheit für viele engagierte junge Menschen eine zu hohe Hürde gewesen. "weltwärts" verfolgt das Ziel, dass internationales Engagement einem möglichst breiten Kreis junger Menschen offen steht. Deshalb wurde „weltwärts“ im Bundesentwicklungsministerium (BMZ) initiiert. Insgesamt stellt das BMZ pro Jahr bis zu 70 Millionen Euro zur Verfügung, das reicht für etwa 10.000 Einsatzplätze pro Jahr. Für die Freiwilligen werden den Trägerorganisationen ein Zuschuss in Höhe von 580 Euro pro Person und Monat bereit gestellt, der alle notwendigen Kosten abgedeckt. Das schließt die Reisekosten ein, Vorbereitung und Betreuung, Versicherung, eine ortsübliche Unterkunft und Verpflegung und noch ein kleines Taschengeld. Den Freiwilligen selbst sollen keine Kosten entstehen. Der Freiwilligendienst „weltwärts“ ging im September offiziell an den Start. Ab da begannen die Trägerorganisationen, Stellen für die Freiwilligen auszuschreiben. Die Ersten sollen bereits Anfang nächsten Jahres ausreisen. Nach den Schätzungen der Trägerorganisationen geht das BMZ davon aus, dass bereits in 2008 bis zu 3 000 junge Leute entsendet werden können; Zielmarke ist 10.000 pro Jahr. Bewerbungen direkt beim Projektträger Bewerben kann man sich direkt bei den Entsendeorganisationen. Auf der neuen Internetseite weltwaerts.de kann man sehen, welche Organisationen dabei mitmachen. Artikel vom 30.10.2007 (SEC)
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