|
|
|
Politik » Artikel
|
Berlin, 07.09.2010 |
Europäischer Menschenrechtspreis geht an Salih Mahmoud Osman
Der „Sacharow-Preis für geistige Freiheit" des Europäischen Parlaments geht dieses Jahr an den sudanesischen Menschenrechtsanwalt Salih Mahmoud Osman. Am 13. Dezember wird Salih Mahmoud Osman, der als "Stimme der Opfer Dafurs" gewürdigt wird, bei einer Veranstaltung des Europäischen Parlaments, der Europäischen Kommission und Human Rights Watch zum Thema "Europas Verantwortung in Darfur", sprechen.
Im Rahmen dieser Veranstaltung "Europa und der Darfur-Konflikt. Innen- und Außenansichten", die in Berlin stattfinden wird, diskutieren mit Salih Mahmoud Osman Dr. Herta Däubler-Gmelin, Vorsitzende Ausschusses für Menschenrechte und Humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestags (SPD), Darfur-Expertin Leslie Lefkow, Human Rights Watch, und Jürgen Schröder, Mitglied des Entwicklungsausschusses des Europäischen Parlaments (CDU). Die Moderation übernimmt Jan Puhl von "Der Spiegel".
Zur Person
Der 50 jährige Salih Osman arbeitet für die "Sudanesische Organisation gegen Folter" und ist Mitglied des sudanesischen Parlaments. Seit über zwanzig Jahren kämpft er gegen Gewalt und Rechtlosigkeit in seinem Land. Den zahllosen Opfern des Konflikts, die willkürlich inhaftiert, vertrieben und gefoltert werden, bietet er kostenlosen Rechtsbeistand an. Gleichzeitig engagiert er sich für den Aufbau eines Rechtsstaates im Sudan.
Dank seiner Arbeit ist der internationale Strafgerichtshof erstmalig im Besitz von dokumentierten Beweisen der schweren Verbrechen gegen die Menschheit, die im Sudan begangen werden.
Hans-Gert Pöttering, der Präsident des Europäischen Parlaments, würdigte Salih Mahmoud Osman als einen Menschenrechtler, der sich trotz eines hohen persönlichen Risikos für die Opfer des Konflikts einsetze.
Mit der Verleihung des Sacharow-Preises für geistige Freiheit des Europäischen Parlaments reiht sich Salih Mahmoud Osman in eine Liste bedeutender Menschenrechtler ein. Nelson Mandela, Ibrahim Rugova, Aung San Suu Kyi, Reporter ohne Grenzen und Alexander Milinkewitsch gehören zu den bisherigen Preisträgern des „Sacharow-Preises für geistige Freiheit".
Zur Geschichte des Preises für geistige Freiheit
Der Sacharow-Preis wurde 1988 ins Leben gerufen und ist nach dem 1989 verstorbenen russischen Kernphysiker, Dissidenten und Friedensnobelpreisträger (1975) Andrei Sacharow benannt. Er wird an Personen, Vereinigungen und Organisationen verliehen, unabhängig davon wo diese leben beziehungsweise ihren Sitz haben.
Der Preis wird offiziell vom Parlamentspräsidenten verliehen. Er überreicht ihn jeweils – wenn möglich – in Straßburg am 10. Dezember oder an einem Datum kurz davor oder danach. Am 10. Dezember 1948 wurde die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte unterzeichnet. Der Preis ist mit 50.000 Euro dotiert.
Salih Mahmoud Osman wird seine Ehrung am 11. Dezember in Straßbourg von Hans-Gert Pöttering, dem Präsidenten des Europäischen Parlaments, entgegennehmen. Pöttering würdigt Osman, indem er feststellt, dass Osman durch den Einsatz für die lange vergessenen Opfer seines Landes "zur Stimme Darfurs" geworden ist.
Ort der Veranstaltung
Europa und der Darfur-Konflikt - Innen- und Außenansichten
am 13. Dezember 2007, 19 Uhr
Europäisches Haus
Konferenzsaal (1. Etage)
Unter den Linden 78
10117 Berlin
Artikel vom 10.12.2007 (SEC)
weiterführende Links:
|
|
|
|
Presse
Standard: Madrid und Rabat legen Streit um Exklave Melilla bei +++
taz: Al-Qaida im Maghreb - Spanische Geiseln freigelassen +++
taz: Vergewaltigungen stellen Uno bloß +++
KStA: Balafon und Trompete +++
SZ: Der "endgültige Krieg" in Mogadischu +++
mehr...




Termine
14.09.2010 in Mainz
Podiumsdiskussion „DESERTEC – Wüstenstrom für alle?“
14.09.2010 in Berlin
Die Finanztransaktionssteuer: Ursachen der Krise bekämpfen - Verursacher an den Kosten beteiligen!
15.09.2010 in Bonn
Wandel der Frauenrollen in Tansania
mehr... |