Politik » Artikel Berlin, 08.02.2012   


Dr. Pierrette Herzberger-Fofana erneut im Erlanger Stadtrat

Die gebürtige Senegalesin Frau Dr. Pierrette Herzberger-Fofana wurde gestern bei den Kommunalwahlen in Erlangen für 6 Jahren als Stadträtin wiedergewählt. Frau Dr. Herzberger-Fofana kandidierte auf der Liste der Grünen. Sie gehört zu den wenigen Menschen afrikanischer Herkunft, die in Deutschland ein politisches Amt tragen.

 
Frau Dr. Pierrette Herzberger-Fofana promovierte in Philosophie an der Universität Erlangen-Nürnberg (Deutschland). Ihre Dissertation handelte vom Bild der Frau in der Literatur des französischsprachigen Schwarzafrikas.

Sie lehrt seit 1980 als Dozentin an der Universität Erlangen-Nürnberg und hat ebenfalls an den Universitäten Trier, Bayreuth, der Fachhochschule München und Nürnberg gelehrt. Die Spezialistin in der afrikanischen Literatur hat zu dem Thema zahlreiche Artikel in deutsch und französisch veröffentlicht.

2003 wurde Dr. Pierrette Herzberger-Fofana als erster Frau in der Geschichte Senegals der Preis für Forschung und Wissenschaft verliehen. Damit wurde ihre Forschungsarbeit auf dem Gebiet der Frauenliteratur aus den frankophonen Ländern Schwarzafrikas gewürdigt.

Bereits 1998 erhielt Dr. Herzberger-Fofana die Auszeichnung "Chevalier de l' Ordre National du Mérite du Sénégal", das Verdienstkreuz der Republik Senegal.

Frau Dr. Herzberger-Fofana ist Mitglied des Exekutivkomitees der AFARD, eine Vereinigung der afrikanischen Frauen für Forschung und Entwicklung und deren Vertreterin in Europa. Sie ist ebenfalls Mitglied des Exekutivkomitees von FORWARD-International-Deutschland (Foundation for Women's Health Research and Development), eine Stiftung, die in Deutschland eine Kampagne gegen die Genitalverstümmelung bei Frauen gestartet hat.

Sie ist internationale Beraterin unter anderem bei dem Wirtschafts-und Sozialrat (Genf) als Vertreterin der AFARD in Europa. Sie ist auch Ehrenmitglied des Komitees für die Errichtung eines Denkmals für die afrikanischen Opfer von Sklavenhandel, Kolonialismus und Nazismus.

Artikel vom 04.03.2008 (SEC)

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