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Guineas Machtverhältnisse nach Tod von Conté unklar
Nach dem Tod von Diktator Lansana Conté sind die Machtverhältnisse in Guinea noch unklar. Putschende Militärs erklären, sie hätten nun die Macht. Die Regierung behauptet das Gegenteil.
Die Unsicherheit begann, als Parlamentspräsident Sompare am Morgen den Tod von Conté verkündet. Er trat dabei gemeinsam mit dem Armeechef auf. So sollte offenbar der Eindruck entstehen, die Streitkräfte unterstützten eine Machtübergabe entsprechend der Verfassung. Der Parlamentspräsident forderte den Obersten Gerichtshof auf, die Verfassung zu befolgen und ihn zum Präsidenten zu ernennen. Angeblicher "Nationaler Rat für Demokratie" Der Sprecher der Offiziere, Moussa Dadis Camara, die sich als Nationaler Rat für Demokratie bezeichneten, sagte dann aber im Fernsehen: "Die Institutionen der Republik sind aufgelöst. Von diesem Moment an übernimmt der Rat die Verantwortung für das Schicksal des Volkes von Guinea." Der Sprecher kündigte eine baldige Präsidentenwahl an, nannte aber keine Einzelheiten. Conté war in Guinea seit 24 Jahren an der Macht. Er litt an Diabetes und Herzproblemen, Berichten zufolge soll er auch an Leukämie erkrankt gewesen sein. Der Diktator hatte sich in den vergangenen Jahren häufiger zu medizinischen Behandlungen in die Schweiz begeben. Contés genaues Alter ist nicht bekannt. Er soll 1934 geboren worden sein und wäre damit bei seinem Tod am Montag 74 Jahre alt gewesen. Machtvakuum seit Monaten Wegen Contés Erkrankung war schon seit Monaten von einem Machtvakuum in Guinea die Rede. Zahlreiche Gruppen rangen um Einfluss. Es blieb zunächst unklar, wer hinter den Putschisten um Camara steckt. Der strenggläubige Muslim Conté machte in den Streitkräften Karriere und war bereits zum Generalstabschef aufgerückt, als er am 3. April 1984 kurz nach dem Tod des ersten Präsidenten des unabhängigen Guinea, Ahmed Sekou Toure, einen erfolgreichen Militärputsch anführte. Seither regierte Conté das westafrikanische Land mit eiserner Faust. Ein Mehrparteiensystem wurde in den 1990er-Jahren eingeführt, doch die Wahlen waren bis zuletzt weder frei noch transparent. Kritik an seiner Regierung ließ Conté wiederholt gewaltsam niederschlagen, zuletzt vor zwei Jahren, als Sicherheitskräfte Dutzende Demonstranten töteten. Misswirtschaft und Korruption weit verbreitet Trotz reicher Bodenschätze gehört Guinea zu den ärmsten Ländern des Kontinents. Conté und seine Vertrauten beuteten das Land systematisch aus. Misswirtschaft und Korruption sind verbreitet. Der Großteil der rund neun Millionen Einwohner profitiert nicht vom immensen Reichtum an Bodenschätzen. Guinea ist beispielsweise das größte Förderland von Bauxit, einem wichtigen Bestandteil der Aluminium-Herstellung. Das westafrikanische Land steht für die Hälfte der weltweiten Bauxit-Förderung. Die durchschnittliche Lebenserwartung von 42 Jahren indes gehört zu den niedrigsten der Welt. Dem Entwicklungs- und Armutsindex HDI der Vereinten Nationen zufolge belegt Guinea 2008 unter insgesamt 179 Staaten den 167. Platz. (kap) Artikel vom 23.12.2008 (dw-world)
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Republik Guinea
Hauptstadt: Conakry Unabängigkeit: seit 02.10.1958 Klima: tropisch feucht Amtssprache: Französisch Größe: 245.857 km² Einwohnerzahl: ca. 9.800.000 Währung: Guinea-Franc (100 Centimes) Telefonvorwahl: +224 KFZ-Kennzeichen: RG Internet-TLD: .gn Standard: Madrid und Rabat legen Streit um Exklave Melilla bei +++ taz: Al-Qaida im Maghreb - Spanische Geiseln freigelassen +++ taz: Vergewaltigungen stellen Uno bloß +++ KStA: Balafon und Trompete +++ SZ: Der "endgültige Krieg" in Mogadischu +++ mehr... ![]() ![]() 14.09.2010 in Mainz Podiumsdiskussion „DESERTEC – Wüstenstrom für alle?“ 14.09.2010 in Berlin Die Finanztransaktionssteuer: Ursachen der Krise bekämpfen - Verursacher an den Kosten beteiligen! 15.09.2010 in Bonn Wandel der Frauenrollen in Tansania mehr... |
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