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Jatropha-Forschung in Ostafrika
Weltweit steigt der Energiebedarf. Um diesen zu decken, gilt es alternative Energiequellen zu erschließen. Eine Möglichkeit ist die Nutzung der Jatropha-Pflanze. Es fehlen jedoch umfassende Kenntnisse über geeignete Anbaumethoden. Daher unterstützt die DEG – Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft den Aufbau von elf Versuchsplantagen in Kenia, Tansania und Uganda.
Jatropha ist eine tropische Pflanze, aus deren nicht-essbaren Ölfrüchten alternativer Treibstoff gewonnen werden kann. Sie wächst auf trockenen Böden, die für den Anbau von Nahrungsmitteln ungeeignet sind. Bislang sind Erfahrungen mit wirtschaftlichen Anbaumethoden nur sehr begrenzt vorhanden. Hier setzt das Projekt an: Jatropha-Pflanzen werden auf elf vorher brach liegenden Versuchsplantagen von je zehn Hektar an unterschiedlichen Standorten in Kenia, Tansania und Uganda angebaut. Über drei Jahre soll getestet werden, welche Sorten unter welchen Bedingungen die besten Erträge liefern. Wie wirken sich beispielsweise Bodenbeschaffenheit, Wasser- und Nährstoffmengen, Art des Anbaus (Misch- oder Monokultur) und die Lichtversorgung aus? Auch Informationen über die Gewinnung des Öls und die Weiterverarbeitung werden analysiert. Diese Daten werden gesammelt und wissenschaftlich ausgewertet. Auf diesem Weg sollen mögliche private Investoren für den Anbau von Jatropha in Ostafrika gefunden werden. Bisher brach liegende Flächen werden dank des Projektes künftig bewirtschaftet. Zudem erwerben die lokalen Betriebe Know-How, mit dem sie sich zusätzliche Einkommesquellen erschließen können. Aufgrund der Förderung eines emissionsarmen Kraftstoffes trägt das Vorhaben zum Klimaschutz bei. In Indien hat die DEG bereits ein Jatropha-Projekt unterstützt. In Zusammenarbeit mit der Daimler AG wurden in verschiedenen Klimazonen des Landes Versuche zum Anbau von Jatropha durchgeführt. Die Versuchsergebnisse zeigten bereits das Potenzial der Pflanze als umweltschonender Energielieferant auf. Mit der Forschung in Ostafrika hofft die DEG an diese positiven Resultate anknüpfen zu können. Artikel vom 27.01.2009 (DEG)
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