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Das elektronische Solarzeitalter beginnt mitten in Afrika: In Ruanda
Am 25.1. 2009 war es soweit, die Studenten des Ausbildungszentrums Nelson Mandela Educational Centre waren ganz glücklich, sie hatten gemeinsam mit den deutschen Ausbildern in einer Rekordzeit von gerade mal 10 Tagen die große Solaranlage als Insellösung präsentiert.
In meinen Gesprächen im Mainz 2006 und jetzt zweimal in Kigali mit dem „Antreiber“(so die ZEIT in einem Dossier)-Präsidenten Paul Kagame sind wir immer heftiger darauf gekommen, dass wir die Produktion der Hardware für bestimmte Bereiche der erneuerbaren Energie in Ruanda ansiedeln müssten. Diese Firmen dürften dann nicht nur für Ruanda, sondern auch für das benachbarte Afrika produzieren. Deshalb war die Nachricht von der Verhaftung des Rebellenführers Nkunda ganz eindeutig gut. Denn neben der Beendigung des Krieges wird jetzt ganz überdeutlich, die wirkliche neuen Führungsgestalten – ob Männer oder Frauen – müssen in Afrika solche sein, die mit der globalen Technologie- Revolution und der Alternativen Energie auf ganz freundschaftlichem Fuße stehen. Wir hatten damals noch eher von der Anlage geträumt, die aber in diesen Tagen des Januar 2009 Realität wird. Im Ausbildungszentrum der Grünhelme, im „Nelson Mandelas Educational centre“ (NMEC) sind wir jetzt dabei, den ersten Solarstrom über die Umsetzer die in der Mensa des Zentrums und in einem eigenen Solarhaus stehen, für das Zentrum und den praktischen Unterricht und die Theorie zu verwenden. Gleichzeitig werden wir noch den überflüssigen Strom in das Ruandische Leitungsnetz der Electrogaz in Ruanda einspeisen, die in unmittelbarer Nähe unseres Zentrums ein Trafo-Häuschen eingerichtet hat. Die Anlage wurde zu einem großen Teil bei Solarworld, zu einem kleineren Teil bei der deutschen Firma Solar 23 gekauft. Sie nahm im November 2008 in einem riesigen Container auf dem Seeweg Kurs auf den tansanischen Hafen Dar es Salam, wurde von dort zu Weihnachten auf dem Landweg nach Kigali und von dort nach Ntarama zu unserem Zentrum transportiert. Dass Projekt befindet sich südlich der Hauptstadt Kigali. Die genauen GPS Koordinaten sind S2 06.657 E30 03.882. Das Gebiet liegt somit auf der südlichen Erdhalbkugel in unmittelbarer Äquatornähe, die Sonne ist ganzjährig 12 Stunden täglich vorhanden. Zweimal im Jahr kommt es zwei bis drei Monate während der beiden Regenzeiten zu starker Bewölkung mit Auflockerung. Wir haben das Zentrum jetzt ganz angeschlossen. Es wird in den Bereichen: Elektrotechnik, Solartechnik und Bautechnik ausgebildet. Hierzu gibt es zwei Werkhallen mit je 50 Arbeitsplätzen, ein Lehrerwohnheim mit 8 bis 12 Plätzen und ein Haus mit zwei Klassenräumen für den theoretischen Unterricht. Der Ausbildungsbereich der Elektrotechnik und das Lehrerwohnheim sind geringe Energieverbraucher. Dagegen gehört der Bereich der Bautechnik natürlich zu den Energie-intensiven Bereichen. Wir haben bereits vier Lehrer aus Ruanda angestellt, die aber vertragsgemäß von dem Ruandischen Staat bezahlt werden. Nach der kameralistischen Ordnung des neuen Ruanda ist dafür der Distrikt Bugesera mit seinem Budget zuständig. Das Land erlebt seine Anbindung an die globale Welttechnologie. Der Ehrgeiz des „Antreiber“ Präsidenten hat es zusammen mit dem Ehrgeiz von Rheinland Pfalz und dem Ehrgeiz der Grünhelme mit sich gebracht, dass das Land jetzt schon sehr weit gekommen ist. Die 30 KWAnlage steht mit den Panelen zu einem Drittel auf dem Dach der Mensa (fertiggestellt am 22. 1. 09) und zu zwei Dritteln auf Stützen, die bis an 2 Meter über dem Boden sitzen. Die geforderte Spitzenleistung steht im Kontrast mit in der Nacht benötigten Energie. Die überproduzierte Energie sollte sofort in das Netz von Electrogaz eingespeist werden. Das Land braucht dringlich einen Grünhelm-Ingenieur wie Fabian Jochem, der den gesamten curricularen Bereich für diese Fächer regeln und nach deutscher Qualität einrichten würde. Der Staat hat uns angeboten, so jemanden als Regierung zu bezahlen, wir müssen ihn nur für zwei Jahre nach Ruanda schicken (alternativ auch ein Jahr). Die Grünhelme suchen dringend in allen Elektro- und Baufachschulen Deutschlands nach einem Nachfolger für unseren Pionier Albert Schmidt, seines Zeichens neun Jahre Direktor der deutschen Werner von Siemens-Berufsschule in Köln. Albert Schmidt geht nach einem Jahr glänzender Pionierarbeit für das Land Ruanda nach Deutschland zurück. Er wird den Grünhelmen in jeder Weise beratend zur Seite stehen, aber wir brauchen für ein – besser zwei Jahre einen neuen Teamleiter, der in einem der spannendsten Projekte in einem vergleichsweise angenehmen und ehrgeizigen Land Afrikas sich für diese Aufgabe bereit findet: Team-Leiter und Schulleiter und Projektleiter in einer Person. Wir sichern noch dringend und ab sofort nach einem guten Bautechniker, der auch die Bautechnik lehren kann. Dazu sind, wie wir aus guter langjähriger Erfahrung wissen, wissenschaftlich-professionelle Erfahrungen als Erzieher nicht nötig. Die besten Erzieher sind die, die auch das natürliche Talent dazu haben, von der Sorte gibt es tausende in Deutschland. Bitte melden bei der Zentrale der Grünhelme, die in der Privatwohnung der Neudecks (53842 Troisdorf, Kupferstr. 7 – 02241-46020) liegt, oder auch bei dem jetzigen Teamleiter der Grünhelme, Thomas Just und dem Schulleiter in Ruanda Albert Schmidt: thomasjust@gmx.net und Albert@schmidt-aachen.de r.neudeck@t-online.de Artikel vom 27.01.2009 (R. Neudeck aus Ruanda)
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Republik Ruanda
Hauptstadt: Kigali Unabängigkeit: seit 01.07.1962 Klima: tropisches Hochlandklima Amtssprache: Englisch, Französisch, Kinyarwanda Größe: 26.339 km² Einwohnerzahl: ca. 8.900.000 Währung: Ruanda-Franc (100 Centimes) Telefonvorwahl: +250 KFZ-Kennzeichen: RWA Internet-TLD: .rw Standard: Madrid und Rabat legen Streit um Exklave Melilla bei +++ taz: Al-Qaida im Maghreb - Spanische Geiseln freigelassen +++ taz: Vergewaltigungen stellen Uno bloß +++ KStA: Balafon und Trompete +++ SZ: Der "endgültige Krieg" in Mogadischu +++ mehr... ![]() ![]() 14.09.2010 in Mainz Podiumsdiskussion „DESERTEC – Wüstenstrom für alle?“ 14.09.2010 in Berlin Die Finanztransaktionssteuer: Ursachen der Krise bekämpfen - Verursacher an den Kosten beteiligen! 15.09.2010 in Bonn Wandel der Frauenrollen in Tansania mehr... |
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