Kultur » Artikel Berlin, 07.09.2010   


SEYA heißt Freude - Oumou Sangaré zelebriert funkigen Wassoulou Sound

Oumou Sangaré ist Malis große Diva, die Verfechterin der Frauenrechte und eine der erstaunlichsten weiblichen Stimmen der Welt. Auf dem afrikanischen Kontinent ist Oumou Sangaré bereits eine Berühmtheit, in nördlichen Breitengraden werden ihre gefühlvollen afrikanischen Gesänge erst entdeckt.

 
Cover Seya  
Sie schöpft tief aus den reichen musikalischen Traditionen Süd-Malis und macht die hypnotische, rhythmische und ursprüngliche Musik zu ihrem Markenzeichen: Wassoulou. "Ihre Stimme ist fesselnd. Obwohl ich nicht verstehen kann, was sie sagt, weiß ich doch, was sie meint."-sagt Alicia Keys, die mit Oumou Sangaré bereits zusammen auf der Bühne stand.

Internationale Erfolge

Dennoch ist es Oumou Sangaré gelungen, sich von früheren Traditionen Malis lösen, wo Frauen zumeist nur sangen, um die Männerwelt und deren Heldentaten anzupreisen. Oumou Sangaré dagegen schreibt fast ausschließlich eigenes Material, in dem sie sich mit Emanzipation, Mystik und sozialer Gerechtigkeit befasst. Sie kommuniziert ihre Botschaften über ihre Texte, und doch predigt sie nie zu ihrem Publikum.

Sie weiß, dass die Menschen ihr nur dann zuhören, wenn auch ihre Musik einnehmend ist. Und selbst wenn man ihre Worte nicht versteht, ist ihre Musik faszinierend. Auf der internationalen Bühne haben ihr ihre Alben und die explosiven Performances der majestätisch anmutenden, fast 1,80 großen charismatischen Frau beneidenswerte Anerkennung eingebracht.

Texte sind Botschaften

Oumou Sangaré’s Texte handeln von alltäglichen Problemen in Mali, vor allem von den Problemen, mit denen Frauen täglich konfrontiert werden. Ihre Songs sprechen unverblümt Themen an, die an Tabus rühren, wie weibliche Sinnlichkeit, Zwangsheirat, die Rolle der Frau oder, ein ganz besonderes Anliegen, die Polygamie.

So gelingt es Oumou Sangaré, die stark und voller Leidenschaft für ihr Heimatland ist, als moderne Frau Brücken zwischen dem kosmopolitischen und dem traditionellen Afrika zu schlagen. Für ihr Engagement bekam Oumou Sangaré 2001 den "UNESCO/IMC MUSIK PREIS" verliehen.

„Seya“ heißt Freude

Mit "Seya", dem ersten Album seit sechs Jahren festigt Oumou Sangaré ihre Position als eine der größten Sängerinnen Afrikas. Mit “Seya“ erreicht Oumou Sangaré ein neues Level an Raffinesse, Reife und Vielfalt, untermalt von ihrem Markenzeichen: funkigem Wassoulou-Sound, der durch eine erneut erweiterte musikalische Palette, dass typisch afrikanische erhält, aber gleichzeitig eine unwiderstehliche Anziehungskraft auf das internationale Publikum ausübt.

Wie auch bei ihren vorherigen Alben hat sie für „Seya“ die Songs selbst geschrieben. Besonders ansprechend ist der Song „Senkele te Sira“, der ganz zart daher kommt und die Menschen auffordert, geliebten Personen ihre Aufmerksamkeit zu schenken. Oder auch der Titel "Iyo Djeli", der der großen Griot der Sechzigerjahre - Djekani Djeli - gewidmet ist. Der Song bewegt sich entlang eines Rhythmus, der von traditionellen Instrumenten geliefert wird und um Streicher, Hörner und Schlagzeug erweitert, ganz einzigartig ist.

Tour

30. Mai 2009 Würzburg: Afrika Festival

Artikel vom 09.03.2009 (sec)


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Hauptstadt: Bamako
Unabängigkeit: seit 22.09.1960
Klima: feucht-heiß bis Wüstenklima
Amtssprache: Französisch
Größe: 1.240.192 km²
Einwohnerzahl: ca. 12.000.000
Währung: CFA-Franc (100 Centimes)
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