Wissenschaft » Artikel Berlin, 05.02.2012   


"Netze knüpfen" zum Welt-Malaria-Tag

Anlässlich des Welt-Malaria-Tages am 25.4. ruft Karin Kortmann, Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesentwicklungsministerium, für die Aktion "Netze knüpfen" alle Parlamentarier und Parlamentarierinnen des deutschen Bundestages dazu auf, in ihrem Wahlkreis jeweils 50 Personen zu mobilisieren, die ein Moskitonetz spenden. Damit könnten 30.000 Netze bereitgestellt werden. Denn für nur 10 Euro kann ein imprägniertes Moskitonetz ein Menschenleben retten.

 
Kampagnen Image  
Jährlich fallen mehr als 1 Million Menschen der Malaria zum Opfer. Malaria ist unter afrikanischen Kindern für jeden fünften Todesfall verantwortlich. Unzählige Menschen leiden ihr Leben lang schwer unter den Folgen einer Malariaerkrankung. Malaria ist eines der größten globalen Hindernisse für menschliche Entwicklung und eine über Jahrzehnte vernachlässigte Krankheit.

Dabei zeigen die Erfahrungen mit imprägnierten Moskitonetzen, dass Malaria eine vermeidbare Krankheit ist. Die Netze helfen, die Anzahl der Neuerkrankungen zu halbieren. Die Aktion "Netze knüpfen" des Deutschen Roten Kreuzes und der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung läuft vom 24. April bis zum 27. September 2009.

Die Malariainfektion stellt also ein hohes Gesundheitsrisiko dar. Der Klimawandel verschärft die Lage. Auch die volkswirtschaftlichen Kosten von Malaria sind hoch; das Wirtschaftswachstum wird ausgebremst. Zu befürchten ist, dass langfristig das Bruttosozialprodukt einiger Länder sogar halbiert werden könnte. Malaria trifft vor allem die Armen. Obwohl es wirksame Ansätze zur Vorbeugung und Behandlung von Malariainfektionen gibt, haben Millionen Menschen in Entwicklungsländern aus Kostengründen keinen Zugang dazu.

Wesentliche Eckpfeiler der Malariakontrolle sind:

+die Bekämpfung der Mücken, die die Parasiten übertragen,

+die Vorbeugung gegen Stiche, (hier setzt Kampagne "Netze knüpfen" an)

+die Vorbeugung gegen Infektionen durch Medikamenteneinnahme und letztendlich

d+ie Behandlung von Erkrankungen mit Medikamenten.

In der Malariabekämpfung gibt es keinen "Königsweg", es wird immer notwendig sein, einen dem jeweiligen Kontext angepassten Methodenmix anzuwenden. Insbesondere bei Kindern ist eine schnelle Diagnose und effektive medikamentöse Behandlung entscheidend. Trotz zahlreicher Versuche und Teillösungen ist noch keine wirksame Impfung in Aussicht.

Spenden

DRK-Spendenkonto:
Konto: 41 41 41
Bank für Sozialwirtschaft
BLZ 370 205 00
Stichwort: Malaria

Artikel vom 24.04.2009 (PM BMZ / sec)


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