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Kongo. Kriege, Korruption und die Kunst des Überlebens
Die Demokratische Republik Kongo: eine Konfliktsituation folgt der nächsten. Dazwischen liegen immer wieder Ansätze der Konfliktüberwindung und Friedenslösungen. Doch dann: erneuter Bruch von Vereinbarungen und die Entwicklung neuer Konstellationen zwischen den Interessengruppen - eine wahhaft unübersichtliche Situation. Das Buch von Dominic Johnson versucht, in diese scheinbar undurchsichtige Gemengelage von machtpolitisch, wirtschaftlich und auch ethnisch motivierten Krisen, Licht zu bringen.
Das Buch ist übersichtlich in sieben Kapitel gegliedert, die sich gut geschrieben, präzise recherchiert der Geschichte des jungen Staates und seiner politischen Entwicklung bis heute widmet. Ohne die Betrachtung der historischen Wurzeln lassen sich neu entstehende Machtkonstellationen nicht verstehen. Jedoch auch die immer vorhandene Reflektion mit dem aktuellen Gschehen machen die Analyse von Dominic Johnson sehr nachvollziehbar. Besonders spannend erscheinen die Kapitel 5 und 6, die sich mit den Konflikten und Machtinteressen, den vorübergehenden Bündnissen und den sich neu herausbildenden Allianzen während der Kriege beschäftigt. Damit liefert der Autor einen Einblick in die Umstände der Milizienkriege, die man als vorübergehender Beobachter in seinen Verquickungen, die schon oft zwei oder drei Konfliktwellen zurückliegen, nicht so rasch erfassen kann. Deshalb halte ich das Buch von Dominic Johnson, der auch in seimen Schreibstil überzeugend ist, für ein Grundlagenwerk, das zumindest im Bereich der Außenpolitik als Pflichtlektüre genannt werden muss. Dass der Autor auf langjährige Landeskenntnisse zurückgreifen konnte, zeigt auch seine exzellente Kenntnis des Alltagsleben der Menschen "wie Du und ich", die in der Organisation ihres Alltag eine Kunst des Überlebens entwickeln, die durchaus mit einem Tanz auf dem Vulkan vergleichbar ist. "Sich lange und beharrlich mit einem Land zu beschaäftigen in einer so dramatischen Phase seiner Geschichte zu beschäftigen, lehr Demut und die Einsicht in die Grenzen der eigenen Wahnehmung.", schreibt Dominic Johnson in seinem Vorwort. Mit dieser Einschätzung hebt sich der Autor in angenehmer Weise von anderen sogenannten Landeskennern ab, die meinen nur ihre Sichtweise der Dinge, sei die einzig richtige. Über den Autor Dominic Johnson ist Redakteur der taz und arbeitet wissenschaftlich zur informellen Wirtschaft in den Krisengebieten des Kongo. Er bereist das Land mehrmals im Jahr. Buchinfo Brandes und Apsel Verlag, Frankfurt am Main 2008 ISBN-10 3860997432 ISBN-13 9783860997437 Kartoniert, 212 Seiten, 19,90 EUR Das Buch wurde im Dezember 2008 vorgestellt und war nach kurzer Zeit bereits vergriffen. Im September diesen Jahres wird die 2. Auflage erscheinen. Artikel vom 13.06.2009 (SEC)
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Demokratische Republik Kongo
Hauptstadt: Kinshasa Unabängigkeit: seit 30.06.1960 Klima: Äquatorialklima Amtssprache: Französisch Größe: 2.344.858 km² Einwohnerzahl: ca. 60.500.000 Währung: Kongo-Franc (100 Centimes) Telefonvorwahl: +243 KFZ-Kennzeichen: CGO Internet-TLD: .cd Zeit: Rohstoffpreise - Die heimlichen Herrscher (Westafrika) +++ Zeit: Senegalesen haben Tricksereien ihres Präsidenten satt +++ NZZ: Witze über Bärte verboten - Haft für ägyptischen Komiker wegen Beleidigung der Religion +++ taz: Flüchtlinge aus Afrika - Tod auf hoher See (Kommentar) +++ taz: Neue Proteste in Dakar- Opposition auf der Straße +++ mehr... ![]() ![]() 09.02.2012 in Berlin Worte des Lebens (Guinea) 11.02.2012 in München Toiletten für Schulen und öffentliche Einrichtungen in Entwicklungsländern: Wie mache ich alles richtig? 17.02.2012 in Berlin Afrika Kulturtag Moabit mehr... |
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