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Shell zahlt Millionen-Wiedergutmachung
14 Jahre nach der Hinrichtung des nigerianischen Umweltschützers und Schriftstellers Ken Saro-Wiwa hat sich der Ölkonzern Shell zur Zahlung von 15,5 Millionen Dollar bereiterklärt – und sieht sich trotzdem unschuldig.
Folter, Tod, Shell? Dem Ölriesen Royal Dutch Shell wird von Hinterbliebenen der Ermordeten vorgeworfen, mit der früheren Militärregierung Nigerias zusammengearbeitet zu haben. Sie bezichtigen Shell, mitverantwortlich für zahllose Menschenrechtsverletzungen, Folter und Hinrichtungen durch das damalige nigerianische Militärregime sowie für schwerste Umweltzerstörungen zu sein. Shell weist jedes Fehlverhalten im Zusammenhang mit dem Tod Ken Saro-Wiwas und fünf weiterer nigerianischer Aktivisten von sich. Manager Malcolm Brinded erklärte, Shell habe stets betont, dass die Anschuldigungen falsch seien. Gleichwohl gelte es, nach vorne zu blicken und anzuerkennen, dass das Ogoni-Volk gelitten habe. Vielleicht ein Präzedenzfall Die Kläger konnten sich auf ein wenig bekanntes US-Gesetz berufen, nach dem sich Unternehmen mit einer umfangreichen Vertretung in den USA überall auf der Welt an US-Gesetze halten müssen. Der Erfolg der Kläger in Nigeria könnte als Präzedenzfall eine ganze Reihe weiterer Klagen gegen andere Firmen wegen Menschenrechtsverletzungen nach sich ziehen. Einer der Kläger-Anwälte teilte mit, ein Teil des Geldes solle an die Hinterbliebenen der Hingerichteten gehen, ein weiterer an das Ogoni-Volk. Ein Drittel der Summe soll für die Gründung einer Stiftung verwendet werden, die verschiedene Sozialprogramme in Nigeria unterstützt, beispielsweise die Alphabetisierung von Erwachsenen und die Unterstützung von kleinen Unternehmen. Proteste nach der Hinrichtung Der Schriftsteller und Umweltaktivist Ken Saro-Wiwa hatte einen gewaltfreien Protest gegen Umweltzerstörung und für mehr Rechte für das Ogoni-Volk im Niger-Delta angeführt. Er warf Shell vor, die Umwelt zu verseuchen und zu Menschenrechtsverletzungen zu schweigen. Seine Bewegung Mosop kämpfte unter anderem für die Beteiligung an den Gewinnen aus der Erdölförderung. 1993 zwang die Bewegung Shell dazu, Ölförderanlagen im Ogoni-Land im Niger-Delta aufzugeben. Saro-Wiwa wurde schließlich vom damaligen nigerianischen Militär-Regime vor Gericht gestellt. Er und acht seiner Mitstreiter wurden in einem von Menschenrechtsorganisationen als Farce bezeichneten Prozess zum Tode verurteilt. Am 10. November 1995 wurden sie hingerichtet. Die Vollstreckung des Gerichtsurteils hatte eine internationale Protestwelle und Forderungen nach einem Boykott des Mineralölkonzerns Shell ausgelöst. Artikel vom 13.06.2009 (dw-world)
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Bundesrepublik Nigeria
Hauptstadt: Abuja Unabängigkeit: seit 01.10.1960 Klima: tropisch bis trocken und heiß Amtssprache: Englisch Größe: 923.768 km² Einwohnerzahl: ca. 140.000.000 Währung: Naira (100 Kobo) Telefonvorwahl: +234 KFZ-Kennzeichen: WAN Internet-TLD: .ng Welt: "Deutschland hat seine Versprechen nicht gehalten" +++ dw-world: Persilschein für Diktatur in Äquatorialguinea? +++ ARD: Militärische Ehren für mutmaßlichen Kriegsverbrecher +++ SWP: Und über allem schwebt der Blues +++ AFP: Franzosen an Angriff gegen El Kaida in Afrika beteiligt +++ mehr... ![]() ![]() 05.08.2010 in Emmendingen 10. African Music Festivals in Emmendingen 07.08.2010 in Emmendingen Reggae Superstar "Alpha Blondy" 20.08.2010 in Seeon Die deutsche Afrikapolitik und die deutsche Entwicklungszusammenarbeit mehr... |
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