Tourismus » Artikel Berlin, 31.07.2010   


Ein Jahr vor der Weltmeisterschaft - Fußball-WM 2010 lässt die Ärmsten in Afrika hoffen

„Die ganze Welt schautnächstes Jahr auf uns. Afrika bekommt mehr Aufmerksamkeit und dann
hoffentlich auch mehr Hilfe aus aller Welt.“ Das sagt der 14-jährige Pedrito Kamphirpiri, wenn er mit strahlenden Augen über die Fußball-Weltmeisterschaft 2010 in Südafrika spricht. Der Junge lebt in Südafrikas Nachbarland Mozambique, in dem Ort Tete, in einer der ärmsten Gegenden des Landes.

Für Afrika als ärmster Kontinent der Welt bedeutet die Fußball-WM, die am
11. Juni 2010 beginnen wird, mehr als nur Tore, Spaß und Unterhaltung. „Die
WM wird Afrika verändern“, sagt Pedrito, und seine Meinung hat keineswegs
mit „jugendlichem Leichtsinn“ zu tun; auch andere sehen das so. Die
Menschen in Afrika möchten den Rest der Welt auch „hinter die
Fußball-Kulissen“ blicken lassen, möchten uns für ihre Kultur und ihre
täglichen Herausforderungen interessieren. Drängende Probleme gibt es
reichlich: Armut, Mangelernährung, HIV und AIDS, Kindersterblichkeit
aufgrund vermeidbarer Krankheiten wie Malaria, Masern und Tuberkulose und
vieles mehr.

In Pedritos Heimat in Mozambique engagiert sich die Kinderhilfsorganisation
World Vision mit sogenannten Regional-Entwicklungsprojekten. In 12- bis
15-jähriger Zusammenarbeit entwickelt die Organisation gemeinsam mit der
Bevölkerung die Region: Wasser-Versorgung, Gesundheitsstationen, Bildung,
Landwirtschaft und mehr. Finanziert wird das Hilfsprojekt hauptsächlich
durch Paten, die ein Kind, dessen Familie und das gesamte Umfeld
unterstützen.

Im Finanzjahr 2008 hat World Vision in Afrika 128 Projekte in 20 Ländern
durchgeführt. Allein von Deutschland aus sind zurzeit 86.000
Kinderpatenschaften vermittelt. Die Paten unterstützen in 42 afrikanischen
Regional-Entwicklungsprojekten Millionen von Menschen. Und in allen
Projektgebieten sieht man Kinder beim Fußballspielen, größtenteils barfuss,
häufig mit einem Ball, der aus Plastiktüten und Packband zusammengedreht
ist und immer sehr leidenschaftlich.

Für den 13-jährigen Amanuel, ein World Vision-Patenkind in Äthiopien, ist
Fußball ein Stück Lebenshilfe: „Beim Fußball lernt man, wie man trotz
Aufregung und Anspannung geduldig und diszipliniert bleibt, Fußball ist ein
Spiel der Versöhnung, und es gibt Dir das Selbstbewusstsein, dass Du auch
schwierige Situationen im Leben meistern kannst.“ Amanuels
Lieblingsmannschaft ist Deutschland, sein absoluter Lieblingsspieler
Michael Ballack. Und sein Tipp für das WM-Endspiel 2010: Deutschland
besiegt die Franzosen mit 1:0 und wird Weltmeister.

Der zwölf Jahre alte Mandela aus Mozambique hofft auf Afrika. Auch wenn
seine „Mambas“, wie das Team von Mozambique genannt wird, vielleicht nicht
so erfolgreich sein wird, freut er sich doch riesig auf das Turnier:
„Nächstes Jahr geht der WM-Titel zum ersten Mal an ein afrikanisches Land.
Ich tippe, dass Nigeria gewinnt und hoffe, dass ich das direkt miterleben
kann.“

So oder so könnte Afrika zum Gewinner werden, wenn die Fußball-WM ein wenig
Aufmerksamkeit auf die Probleme des Kontinents lenkt und deutlich macht,
welches Potential in seinen Menschen steckt.

Artikel vom 19.06.2009 (world vision)

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Unbenanntes Dokument Länderinfo
Republik Südafrika



Hauptstadt: Pretoria
Unabängigkeit: seit 31.05.1910
Klima: subtropisch bis mediterran
Amtssprache: Afrikaans, Englisch, etc.
Größe: 1.219.912 km²
Einwohnerzahl: ca. 47.000.000
Währung: Rand (100 Cent)
Telefonvorwahl: +27
KFZ-Kennzeichen: ZA
Internet-TLD: .za
 
 
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