Wissenschaft » Artikel Berlin, 31.07.2010   


Neue UN-Resolution setzt klares Zeichen für Müttergesundheit

Der Menschenrechtsrat der Vereinten Nationen hat die weltweite Müttersterblichkeit als zentrales Menschenrechtsproblem anerkannt. Eine entsprechende Resolution wurde in dieser Woche von 70 UN-Mitgliedsstaaten verabschiedet, darunter Deutschland und die USA.

 
"Das ist eine bahnbrechende Entscheidung und ein bedeutender Schritt, um das Recht von Frauen auf sichere und gesunde Schwangerschaften weltweit zu verwirklichen", erklärt Renate Bähr, Geschäftsführerin der Deutschen Stiftung Weltbevölkerung (DSW). Mit der Verabschiedung der Resolution erkennen die Regierungen an, dass das Einhalten zentraler Menschenrechte von Frauen und Mädchen wichtige Voraussetzungen für deren Gesundheit sind. Dazu zählen etwa das Recht auf Leben, Gleichberechtigung und Bildung sowie das Recht auf physische und psychische Gesundheit, inklusive sexueller und reproduktiver Gesundheit.

Schwangerschaft und Geburt in vielen Teilen der Welt lebensgefährlich

Im Bereich der Müttergesundheit gibt es trotz zahlreicher internationaler Erklärungen seit Jahrzehnten kaum Fortschritte. Schon auf der Kairoer Weltbevölkerungskonferenz vor 15 Jahren hat die internationale Gemeinschaft anerkannt, dass mehr für die Gesundheit und Rechte von Frauen und Mädchen getan werden müsse. Im Jahr 2000 wurde dies bekräftigt und die Reduzierung der Müttersterblichkeit zum Millennium-Entwicklungsziel erklärt. Trotz allem sterben auch heute noch mehr als eine halbe Million Frauen während der Schwangerschaft oder bei der Geburt ihres Babys, die meisten von ihnen in Entwicklungsländern.

"Die Resolution des Menschenrechtsrats gibt dem Problem der Müttersterblichkeit wieder mehr Sichtbarkeit und Gewicht", meint Bähr. "Und das ist dringend notwendig, damit das unnötige Leid von Millionen Frauen endlich ein Ende hat."

Die DSW ist eine international tätige Entwicklungshilfeorganisation. Sie hilft jungen Menschen in Afrika und Asien, sich selbst aus ihrer Armut zu befreien. Ungewollte Schwangerschaften und Aids verschärfen die Armut und bedeuten für viele Jugendliche den Tod. Deshalb unterstützt die
Stiftung Aufklärungsinitiativen und Familienplanungsprojekte in Entwicklungsländern. Zurzeit engagiert sich die DSW in insgesamt 31 Entwicklungsprojekten in Ost- und Westafrika sowie Asien.

Artikel vom 22.06.2009 (sec/PM)

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