Vermischtes » Artikel Berlin, 31.07.2010   


Jeder kann ein Retter sein

Aufruf zum Welt-Lepra-Tag am 31. Januar 2010

 
Vor 50 Jahren war eine junge Ärztin und Ordensfrau aus Deutschland auf
dem Weg nach Indien. Dort sollte sie als Gynäkologin arbeiten, doch bei
einem Zwischenstopp in der pakistanischen Hafenstadt Karachi gab es
Probleme mit ihrem Visum. In den Armenvierteln von Karachi sah sie die
vielen Leprakranken und deren entsetzliches Leid.

Ohne zu zögern half sie, so gut sie es in dieser Situation nur konnte. Und
als sie eigentlich weiter nach Indien hätte reisen können, blieb sie bei den
Leprakranken, die ihre Hilfe so dringend nötig hatten.

Dr. Ruth Pfau hat nicht geplant, eine Retterin zu werden – sie hat lediglich
spontan die richtige Entscheidung getroffen: Tausende Leprapatienten in
Pakistan verdanken dieser Entscheidung ihr Leben.

Viele unserer Mitarbeiter, die wie Dr. Ruth Pfau für die Deutsche Lepra und
Tuberkulosehilfe (DAHW) in aller Welt gegen die Lepra kämpfen,
haben eine ähnliche Geschichte. Zu Rettern wurden sie nicht, weil sie dies
geplant oder angestrebt hatten, sondern weil sie zum richtigen Zeitpunkt
eine Entscheidung getroffen haben – die Entscheidung, dass ihnen das
Leid der an Lepra erkrankten Menschen nicht egal sein darf.

Leprapatienten leiden jedoch nicht nur körperlich: Medizinisch ist die Lepra
heute vollständig heilbar – vorausgesetzt, sie wird rechtzeitig erkannt. Viel
schwerer wiegt oft die Ausgrenzung vom gesellschaftlichen Leben! Auch
heute noch werden Menschen, die Lepra haben oder hatten, ausgestoßen,
selbst Angehörige verlieren ihre Arbeit und die Kinder werden der Schule
verwiesen, wenn die Diagnose „Lepra“ bekannt wird.

In diesem Jahr werden mehr als 250.000 Menschen neu an Lepra
erkranken und fast vier Millionen müssen mit den für diese Krankheiten so
typischen Verstümmelungen leben, sind damit Stigmatisierung und
Diskriminierung ausgeliefert.

Damit wir uns weiterhin um diese Menschen kümmern und ihnen eine
Chance für die Zukunft geben können, brauchen wir viele Retter, und jeder
von uns kann ein Retter sein. Sicherlich hat nicht jeder den Mut, die
Ausbildung oder die Gelegenheit, um wie Dr. Ruth Pfau vor Ort helfen zu
können. Aber jeder von uns kann selbst zum Retter werden, indem er diese
Hilfe vor Ort ermöglicht – beispielsweise durch eine Spende an die DAHW.

Als ehrenamtliche Präsidentin der DAHW bitte ich Sie, Ihre Entscheidung
zu treffen und hoffe, Sie als Retter bei uns begrüßen zu dürfen.
Gudrun Freifrau von Wiedersperg
Präsidentin

Spendenkonto

Deutsche Lepra und Tuberkulosehilfe (DAHW)
Sparkasse Mainfranken
Würzburg
Konto 9696
BLZ 790 500 00

Verein

Deutsche Lepra und Tuberkulosehilfe (DAHW)
Mariannhillstraße 1c
97074 Würzburg
Deutschland
Telefon +49 (0)9 31 79 48-0
Telefax +49 (0)9 31 79 48-1 60
E-Mail vorstand@dahw.de
Vereinsregister-Nr. 19
Amtsgericht Würzburg

Artikel vom 05.01.2010 (dahw)


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