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Bundesentwicklungsminister Dirk Niebel will bei Afrikapolitik auf Potentialen aufbauen
"Bei meinem Besuch in Ruanda, Kongo und Mosambik zeigte sich in vielen Gesprächen mit Partnerregierungen und den Menschen vor Ort der Wille, das Schicksal in die eigene Hand zu nehmen und die Zukunft des eigenen Landes zu gestalten. Erfolgreiche Entwicklungspolitik muss Eigenverantwortung in den Mittelpunkt stellen und stärken. Dazu leistet die deutsche Entwicklungspolitik einen wirksamen Beitrag. ..."
Wenn Partnerländer im Zusammenwirken von Regierungen und Parlament wie in Ruanda Verantwortung übernehmen, kann Budgethilfe ein geeignetes Instrument der Entwicklungszusammenarbeit sein. Dann kann sie dazu beitragen, dass die Länder Ihre Entwicklung selbst vorantreiben und zunehmend von den Geberländern unabhängig werden. Ich habe engagierte Menschen kennen gelernt, die teils unter schwierigsten Bedingungen denen helfen, die sich nicht selbst helfen können. So in einem Flüchtlingslager und einem Krankenhaus für die Opfer sexueller Gewalt in Goma im Ost-Kongo. Die Geschichten dieser Menschen haben mich sehr bewegt und betroffen gemacht. Der Einsatz und das Engagement der Helfer haben mich sehr beeindruckt. Für breitenwirksames Wachstum muss auch die ärmere Bevölkerung Zugang zu Finanzdienstleistungen haben. Die Mikrofinanzbank, die ich in Mosambik eröffnet habe, ermöglicht vor allem der ländlichen Bevölkerung den Zugang zu Kleinstkrediten und damit zu einer eigenen wirtschaftlichen Existenz. Auch im Zusammenhang mit der Budgethilfe habe ich in Mosambik mit Präsident Armando Guebuza und Außenminister Oldemiro Baloi einen hochrangigen politischen Dialog zu notwendigen wirtschaftlichen und politischen Reformen geführt. Die Vielfalt Afrikas spiegelt sich in den unterschiedlichen Ansätzen unserer Entwicklungszusammenarbeit in diesen drei Ländern wider. Ich wünsche mir, dass diese Vielfalt unseres Nachbarkontinents und seine Potentiale auch in Deutschland stärker wahrgenommen werden." Artikel vom 18.01.2010 (pm bmz)
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