Kultur » Artikel Berlin, 07.09.2010   


Go Africa... Go Germany 2009/2010: Jugend im Austausch

Afrikanische und deutsche Stipendiaten treffen sich in Westafrika zum interkulturellen Gespräch über Gesellschaft, Politik und Kultur. Die 24 Studierenden nehmen am Austauschprogramm „Go Africa... Go Germany...“ auf Initiative des Bundespräsidenten Horst Köhler teil: In Nigeria und Ghana setzen sie ihren Dialog zur besseren Verständigung der Länder fort.

 
Teilnehmer 09/10 Foto:bpb  
Nachdem im Sommer vergangenen Jahres zwölf afrikanische Studenten Deutschland und Brüssel besuchten, bereisen sie nun mit zwölf deutschen Studierenden Ghana und Nigeria: Gemeinsam setzen sie hier den Austausch über aktuelle politische, wirtschaftliche und gesellschaftliche Themen fort.

Bereits zum dritten Mal in Folge findet das Stipendiatenprogramm auf Initiative von BundespräsidentHorst Köhler in Zusammenarbeit mit der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb statt. Während desdreiwöchigen Austauschs in Westafrika treffen die Studierenden politische Entscheidungsträger, Persönlichkeiten aus Wirtschaft und Gesellschaft, Wissenschaftler und Journalisten in Ghana und Nigeria.

„Der persönliche Austausch zwischen den Teilnehmern und Gesprächspartnern ermöglicht einenkonkreten Einblick in die jeweilige Lebenswirklichkeit der Länder“, sagt Thomas Krüger, Präsident der bpb. „Nur auf dieser Basis der Auseinandersetzung mit der Realität des Anderen und einem gegenseitigen Verständnis füreinander können Vorurteile bewältigt und zukünftige Herausforderungen gemeinsam angegangen werden.“

Die afrikanisch-deutsche Stipendiatengruppe startet mit ihrem umfangreichen Programm am 11. März in Accra (Ghana) und trifft dort gleich zu Beginn den Präsidenten John Evans Atta Mills. Ferner ist dieGruppe hier zum Gespräch mit dem deutschen Botschafter in Ghana, Dr. Marius Haas, eingeladen. Im Austausch mit Vertretern verschiedener Parteien Ghanas werden Fragen der Demokratie und der Pressefreiheit erörtert. In Lagos (Nigeria) diskutieren die Studierenden unter anderem mit Politikern über die Herausforderungen des öffentlichen Transports in der zweitgrößten Stadt Afrikas. Zudem finden Gespräche mit Vertretern der nigerianischen Filmindustrie statt und die Stipendiaten besuchen das Set eines „Nollywood-Films“.

Die Teilnehmer stammen aus Ghana, Nigeria, Tansania, Guinea, Sierra Leone, Ruanda, Kamerun und Deutschland. Sie hatten sich mit einem Essay zu politischen und gesellschaftlichen Themenstellungen für die Teilnahme am Programm „Go Africa...Go Germany...“ qualifiziert. Für 2010/2011 ist eine vierte Begegnung der jungen afrikanischen und deutschen Nachwuchswissenschaftler vorgesehen. Das Austauschprogramm dient der Verwirklichung einer langfristigen Zusammenarbeit: Ziel ist es, die insgesamt fast 100 Stipendiaten 2012 als Multiplikatoren für die Gründung einer deutsch-afrikanischen
Jugendbildungsstiftung zu gewinnen.

Artikel vom 11.03.2010 (sec/pm)


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Bundesrepublik Nigeria



Hauptstadt: Abuja
Unabängigkeit: seit 01.10.1960
Klima: tropisch bis trocken und heiß
Amtssprache: Englisch
Größe: 923.768 km²
Einwohnerzahl: ca. 140.000.000
Währung: Naira (100 Kobo)
Telefonvorwahl: +234
KFZ-Kennzeichen: WAN
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