Kultur » Artikel Berlin, 23.02.2012   


Starfotograf bringt ein Stück Benin nach Hamburg - Albert Watson fotografiert Cotton made in Africa-Kleinbauern

Die Initiative Cotton made in Africa (CmiA) und die Deichtorhallen Hamburg schicken den Starfotografen Albert Watson nach Benin. In den kommenden zwei Wochen fotografiert Watson Baumwollbauern, die mit CmiA zusammenarbeiten. Die Bilder werden nächstes Jahr im Rahmen einer Gesamtschau des Werks von Albert Watson unter dem Titel „Albert Watson – Memories and Visions feat. Faces of Africa“ im Haus der Photographie ausgestellt.

 
Foto: CmiA  
Cotton made in Africa fördert den Anbau nachhaltig produzierter Baumwolle in Afrika und verbessert damit die Lebensbedingungen von derzeit 240.000 Kleinbauern. Die außergewöhnliche Kooperation mit dem Werbe- und Modefotografen Albert Watson soll Einblicke in die Lebenswelt der Baumwollbauern gewähren und ein besseres Verständnis von Afrika und der Arbeit von CmiA vermitteln.

„Es geht darum, die Menschen hinter unserer Initiative sichtbar zu machen: Wer ist eigentlich Cotton made in Africa? Welche Menschen stecken dahinter und wie sieht ihr Leben aus?“, erläutert Tina Stridde, Geschäftsführerin der Aid by Trade Foundation, Trägerorganisation von CmiA.

Mit Hilfe der Fotos wolle man das Ziel der Initiative, einen sozialen Mehrwert für das Leben der Kleinbauern zu schaffen, verbildlichen. Neben der Baumwollernte, die derzeit in vollem Gange ist, wird Watson in Benin auch traditionelle Märkte und einen Stammeskönig besuchen, um so einen vielfältigen Eindruck vom Leben in Benin und den Menschen des Landes zu bekommen.

Die fertigen Bilder werden voraussichtlich vom 14. September 2012 bis zum 6. Januar 2013 im Haus der Photographie in den Deichtorhallen Hamburg zu sehen sein. Eingerahmt wird die Ausstellung „Albert Watson – Memories and Visions feat. Faces of Africa“ von einer Werkschau, die noch nie gezeigtes Vintage- und Polaroidmaterial des Fotografen präsentiert. Kurator Ingo Taubhorn: „Albert Watson ist uns bekannt als Fashion- und Celebrity-Fotograf, aber er ist mehr als das: Er ist ein kompromissloser Arbeiter am Bild, der seinen sezierenden Blick genauso auf soziale Wirklichkeiten richten kann. Deswegen bin ich gespannt, welche Geschichten die Kleinbauern in seinen Bildern erzählen werden.“

Albert Watson gilt als lebende Legende der Mode- und Werbefotografie. Stars wie Mick Jagger, Alfred Hitchcock, Kate Moss, Johnny Depp und Jack Nicholson sind nur einige seiner prominenten Motive. Neben berühmten Persönlichkeiten fotografiert Watson auch immer wieder Menschen, die ihm auf seinen Reisen begegnen. 1998 veröffentlichte er den Bildband „Morocco“, der mehrfach als visuelle Hymne an das afrikanische Land bezeichnet wurde.


Über die Ausstellung

Die Ausstellung „Albert Watson – Memories and Visions feat. Faces of Africa“ findet vom 14. September 2012 bis 6. Januar 2013 im Haus der Photographie der Deichtorhallen Hamburg statt. Die Exposition besteht aus zwei Teilen: Herzstück sind die im Dezember 2011 in Benin neu entstehenden Fotografien Albert Watsons. Sie zeigen Kleinbauern, die mit der Initiative Cotton made in Africa zusammenarbeiten und sollen die soziale Wirkung der Initiative verbildlichen. Die begleitende Werkschau Watsons wird bisher unveröffentlichtes Vintage- und Polaroidmaterial des renommierten Mode- und Werbefotografen beinhalten.



Cotton made in Africa

Cotton made in Africa ist eine Initiative der Aid by Trade Foundation, die Hilfe zur Selbsthilfe durch Handel leistet. Ziel der Initiative ist es, die Lebensbedingungen afrikanischer Kleinbauern nachhaltig zu verbessern. Dafür baut sie eine Allianz internationaler Textilunternehmen auf, die die von afrikanischen Kleinbauern nachhaltig erzeugte Baumwolle für den Weltmarkt einkaufen und weiterverarbeiten. Die Baumwollbauern profitieren zudem durch Schulungen und Sozialprojekte von der Zusammenarbeit mit der Initiative. Aktuell nehmen in Benin, Burkina Faso, Côte d’Ivoire, Malawi und Sambia rund 240.000 Kleinbauern an dem Programm teil. Im letzten Jahr kamen weltweit rund 10 Millionen Textilien aus Cotton made in Africa-Baumwolle in den Handel, für dieses Jahr rechnet die Initiative mit etwa 15 Millionen Teilen.

Artikel vom 07.12.2011 (PM)


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